Die sogenannten Protonenpumpen-Hemmer, die gegen das unbeliebte Sodbrennen helfen, können den menschlichen Magen anscheinend so stark verändern, dass er ohne diese besagten Arzneimittel nicht mehr vernünftig arbeitet und von ihnen sehr stark abhängig wird.
Diese Medikamente gelten als hochwirksam gegen Säure im menschlichen Magen. Seit ihrer Einführung am Markt gibt es kaum noch Magengeschwüre, die vonMedizinern operiert werden müssen: So sicher stoppen die besagten Protonenpumpen-Hemmer, auch Protonenpumpen-Inhibitoren oder PPI genannt, die Bildung von der menschlichen Magensäure und lassen dadurch Geschwüre in diesem Bereich rasch von selber abheilen.
Allerdings können die sogenannten PPIs einen äußerst starken Nebeneffekt mit sich bringen. Nach Absetzen des erwähnten Medikaments beginnt der menschliche Magen viel zu viel Säure zu produzieren– sogar, wenn er vor Beginn der eigentlich Behandlung kerngesund war. Das ist das aktuelle Ergebnis einer Untersuchung einer Universität in der Stadt Kopenhagen. Die Wissenschaftlerin Christina Reimer und ihr Team haben dafür mindestens 120 Probanden untersucht, die keinerlei Magenbeschwerden hatten und über mindestens 2 Monate PPI einnahmen.
Eine andere Kontrollgruppe schluckte sogenannte Placebos. “Mehr als 40 Prozent der gesunden Teilnehmer, die vorher niemals über Sodbrennen und saures Aufstoßen geklagt hatten, entwickelten diese Beschwerden in den ersten Wochen nach Beendigung der Medikation mit einem PPI“, teilt Christina Reimer in einem entsprechenden Interview mit.
“Es könnte sich um einen Rebound-Effekt handeln, der vor allem Patienten trifft, die über einen längeren Zeitraum diese Medikamente einnehmen“, so die Forscherin weiter. Wenn dadurch zu viel Säure im menschlichen Magen gebildet wird, konnte das zu einer sogenannten PPI-Abhängigkeit führen, warnt die Forscherin. Ihre Studie haben die Wissenschaftler aus Kopenhagen im Fachjournal “Gastroenterology“ veröffentlicht.




